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Constantin REY (ID GO Management): Überhitzung von Gebäuden – an der Ursache ansetzen

Veröffentlicht am: 8. April 2026

Im Rahmen des REM SWISS 2026 haben wir mit Constantin Rey, Ingenieur und Berater bei ID Go Management, über konkrete Lösungsansätze zur Reduktion der Überhitzung von Gebäuden gesprochen.

Seine Botschaft ist klar: Die wirksamste Lösung ist oft auch die am meisten unterschätzte – nämlich an der Ursache anzusetzen und solare Wärmeeinträge zu reduzieren.

Verstehen, bevor man handelt

Die Überhitzung eines Gebäudes hat selten nur eine Ursache. Vielmehr entsteht sie durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die es genau zu analysieren gilt: die Ausrichtung des Gebäudes, der Anteil an Glasflächen – insbesondere an Südwestfassaden –, unzureichender Sonnenschutz oder auch nutzungsbedingte Aspekte im Betrieb des Gebäudes.

Da jede Situation unterschiedlich ist, bildet diese differenzierte Analyse die Grundlage für geeignete Massnahmen.

Passive Lösungen gezielt nutzen

Die Reduktion von Überhitzung erfordert nicht zwingend komplexe technische Systeme. Vielmehr stehen verschiedene passive Massnahmen zur Verfügung, die sich sinnvoll kombinieren lassen: die Reduktion von Glasflächen an stark exponierten Fassaden, feste Verschattungselemente wie Balkone oder Vordächer, eine angepasste architektonische Gestaltung sowie die Nutzung natürlicher Lüftung, insbesondere in der Nacht.

Diese Ansätze haben einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglichen eine wirksame Begrenzung der Wärmeeinträge, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen.

Die Rolle aktiver Systeme

Aktive Kühlsysteme können in bestimmten Fällen eine Ergänzung darstellen. Sie sollten jedoch erst dann in Betracht gezogen werden, wenn passive Massnahmen ausgeschöpft sind.

Ein oft unterschätztes Potenzial

In den meisten Fällen lässt sich der sommerliche Komfort deutlich verbessern, ohne auf aufwendige technische Eingriffe zurückzugreifen. Voraussetzung ist jedoch ein Umdenken: Nicht erst im Nachhinein reagieren, sondern diese Fragestellungen frühzeitig in Planung und Betrieb integrieren.

Die vollständige Video-Interview mit Constantin Rey finden Sie unten.