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10 Jahre Partnerschaft im Dienst der Energiewende

Veröffentlicht am: 28. Oktober 2025

Seit 2015 arbeiten GPF und Signa-Terre eng zusammen, um Energieeffizienz, Digitalisierung und eine nachhaltige Bewirtschaftung des Genfer Immobilienbestands zu verbinden. Als Vorreiterin setzte GPF früh auf Daten und digitale Lösungen, um ihr Portfolio gezielt zu steuern und regulatorische Entwicklungen zu antizipieren.

Heute steht diese Zusammenarbeit für das Zusammenspiel von operativer Erfahrung und technologischer Innovation – mit messbarem Mehrwert für Teams und Eigentümer.

Im folgenden Interview geben Blaise Delacuisine, Leiter Bewirtschaftung, und Clément Villard, Leiter Bewirtschaftung und Qualität, Einblick in zehn Jahre Zusammenarbeit, die eingeführten digitalen Lösungen und deren konkrete Auswirkungen.

Was hat Sie bereits 2015 dazu bewogen, so früh auf Digitalisierung zu setzen?

Unsere Digitalisierungsstrategie begann bereits einige Jahre zuvor. Wir orientierten uns an Entwicklungen im Banken- und Versicherungssektor, wo digitale Lösungen früh eingesetzt wurden. Schnell wurde klar, dass diese Instrumente – ob marktverfügbar oder intern entwickelt – die Effizienz unserer Teams steigern und gleichzeitig die Servicequalität für unsere Kunden verbessern können.

Bereits früh führten wir ein Kundenportal ein, über das Eigentümer ihre Abrechnungen einsehen konnten. Ab 2010 digitalisierten wir sämtliche Rechnungen sowie interne Dokumentationen. Auch Zustandsprotokolle wurden digital erfasst, inklusive Fotodokumentation und Archivierung.

Vor diesem Hintergrund war der nächste Schritt konsequent: die vollständige Digitalisierung mietrelevanter Dokumente und die Entwicklung weiterer Werkzeuge. Parallel dazu zeichneten sich strengere regulatorische Anforderungen im Energiebereich ab. In diesem Kontext entstand die Zusammenarbeit mit Signa-Terre – und gemeinsam entwickelten wir erste Reportinglösungen für Eigentümer.

Heute verfügt GPF über ein dediziertes Team für Digitalisierung, das interne Plattformen weiterentwickelt und neue Lösungen implementiert.

70 % Ihrer Gebäude werden heute monatlich energetisch überwacht. Was verändert das konkret im Alltag?

Der Unterschied ist wesentlich. Früher erhielten wir Verbrauchsdaten einmal jährlich – oft zu spät, um noch gezielt einzugreifen.

Heute erhalten unsere Bewirtschafter monatliche Alerts bei Abweichungen. So können Ursachen direkt analysiert werden – etwa technische Störungen, veränderte Nutzung oder Leckagen – und entsprechende Massnahmen rasch eingeleitet werden.

Auch die automatisierten Hinweise zu Bauprojekten im Umfeld haben unsere Arbeitsweise verändert. Relevante Entwicklungen werden früh erkannt, priorisiert und bei Bedarf vertieft geprüft. Das schafft zusätzliche Transparenz und Handlungssicherheit.

Wie reagieren Ihre Eigentümer auf diese Instrumente?

Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Die Berichte schaffen Transparenz und ermöglichen eine strukturierte Planung von Investitionen über verschiedene Zeithorizonte.

Auch wenn die Informationsdichte anfangs hoch war, werden die Auswertungen heute aktiv genutzt. Sie bilden eine Grundlage für den Austausch und unterstützen Eigentümer dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Das Thema Energie ist dabei zunehmend präsent. Die kontinuierliche Überwachung schafft Vertrauen und zeigt, dass die Entwicklung aktiv gesteuert wird.

Was hat sich seit 2015 in Ihrer Arbeitsweise am stärksten verändert?

Die Grundlagen unserer Tätigkeit sind gleich geblieben. Der Unterschied liegt in der Datenverfügbarkeit und der Qualität der Entscheidungsgrundlagen.

Unsere Teams arbeiten weiterhin vor Ort, werden jedoch durch präzise Daten und automatisierte Hinweise unterstützt. Das ermöglicht eine deutlich differenziertere und schnellere Steuerung des Portfolios.

Gleichzeitig hat sich das Wissen über den eigenen Bestand vertieft. Strukturierte Daten sorgen für Kontinuität und sichern Know-how – unabhängig von personellen Veränderungen.

Welche nächsten Entwicklungsschritte sehen Sie?

Ein Fokus liegt auf der Weiterentwicklung bestehender Tools, insbesondere mit dem Ziel, eine noch umfassendere Sicht auf die Gebäude zu erhalten.

Zudem sehen wir Potenzial in spezifischen Lösungen für unterschiedliche Eigentümerstrukturen, etwa im Bereich Stockwerkeigentum. Ziel bleibt es, die operative Expertise unserer Teams mit passenden Instrumenten zu unterstützen und Investitionen gezielt zu steuern.

Interview durchgeführt von Signa-Terre.