Energiedaten als Schlüssel der Nachhaltigkeitsstrategie
Veröffentlicht am: 30. Oktober 2025
Anlässlich der Podiumsdiskussion „Energiewende in der Immobilienbewirtschaftung“ im Rahmen der Rencontres Signa-Terre 2025 teilte Diane Barbier-Mueller, Administratrice-déléguée von Pilet & Renaud, ihre Einschätzung zur Rolle von Immobilienverwaltungen und zur Zusammenarbeit mit Signa-Terre.
Welche Rolle spielen Energiedaten heute in Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie?
Diane Barbier-Mueller: Energiedaten nehmen heute eine zentrale Rolle ein. Wir beobachten einen klaren Perspektivenwechsel. Früher richteten sich diese Informationen vor allem an Eigentümer, die die Energiewende frühzeitig antizipieren wollten. Heute müssen Gebäude zunehmend leistungsfähig sein – und es auch bleiben.
Die Anforderungen haben deutlich zugenommen, sowohl auf technischer als auch auf regulatorischer Ebene, ergänzt durch Fragen rund um Förderprogramme. In diesem Kontext sind Daten zu einem unverzichtbaren Instrument für die Planung von Sanierungen und Investitionen geworden. Teilweise müssen Eigentümer ihre Zeitpläne anpassen, um neue Vorgaben zu erfüllen. Verlässliche und konsolidierte Daten sind entscheidend, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wie zeigt sich die Komplementarität zwischen einer Verwaltung wie Pilet & Renaud und einem technischen Partner wie Signa-Terre?
D.B.-M.: Diese Komplementarität ist zentral. Signa-Terre bringt eine hohe technische und methodische Expertise ein, die für Endkunden jedoch oft komplex bleibt. Hier übernimmt die Verwaltung eine Schlüsselrolle: Wir erklären die Instrumente, setzen sie in den richtigen Kontext, begleiten die Eigentümer bei der Anwendung und ergänzen die Daten für die Umsetzung vor Ort.
Dieses Feedback aus der Praxis ist zugleich wertvoll für Signa-Terre. Es ermöglicht die Weiterentwicklung der Lösungen entlang der tatsächlichen Bedürfnisse. Es entsteht ein kontinuierlicher Austausch zwischen technischer Expertise und operativer Realität.
Wie reagieren Eigentümer auf die Integration dieser Lösungen?
D.B.-M.: Die Situation hat sich deutlich verändert. Es geht nicht mehr nur um freiwilliges Engagement – wir bewegen uns zunehmend in einem verbindlichen regulatorischen Rahmen. Instrumente wie der CECB+ werden zu Referenzstandards, und die Lösungen von Signa-Terre ergänzen diese sinnvoll.
Der CECB+ schafft Transparenz und dient als Entscheidungsgrundlage. Er zeigt klar auf, welche Massnahmen erforderlich sind, und unterstützt Eigentümer bei der Planung notwendiger Sanierungen. Die Rolle der Verwaltung besteht darin, diese Daten in konkrete Handlungen zu übersetzen – unterstützt durch geeignete Tools.
Können Sie ein Beispiel für den Mehrwert dieser Zusammenarbeit nennen?
D.B.-M.: Es handelt sich weniger um ein einzelnes Projekt als um eine durchgehend positive Entwicklung. Eigentümer, die bereits für Energiefragen sensibilisiert sind, arbeiten häufig direkt mit Signa-Terre zusammen – was wir ausdrücklich begrüssen.
Unsere Rolle besteht darin, die Schnittstelle zu bilden: Datenerhebung, Pflege der Informationen, Begleitung der Massnahmen. Diese Koordination stellt sicher, dass die Daten konsistent und verlässlich bleiben. Das Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Eigentümer und technischem Partner schafft einen klaren Mehrwert für alle Beteiligten. Es ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne eines nachhaltigeren Immobilienbestands.
Interview durchgeführt von Signa-Terre.