Die Fondation Parloca und Signa-Terre: 12 Jahre Zusammenarbeit für eine Reduktion der CO₂-Emissionen um 52 %
Veröffentlicht am: 3. November 2025
Die Fondation Parloca verwaltet einen bedeutenden Immobilienbestand in Genf und hat sich in den vergangenen Jahren durch eine ambitionierte energetische Sanierungspolitik hervorgetan. Ihr Direktor, Christian Borner, blickt auf diese schrittweise Transformation zurück, die insbesondere mit Unterstützung von Signa-Terre umgesetzt wurde.
Parloca hat vor mehreren Jahren eine echte Energiewende eingeleitet. Woher kommt dieses Engagement?
Christian Borner : Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat die Stiftung zahlreiche Renovations- und energetische Sanierungsprojekte in ihrem Bestand initiiert. Die Erneuerung der Gebäude ist fest in unseren Statuten verankert. Es ist ein kontinuierlicher Wille des Stiftungsrats, unsere Liegenschaften nachhaltig zu erhalten und zu verbessern. Bereits beim Erwerb unserer ersten Gebäude war dieses Engagement Teil unserer DNA.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Wahl kompetenter Partner. Bei energetischen Sanierungen arbeiten wir mit Expertinnen und Experten zusammen, die einen echten Mehrwert bieten. In diesem Bereich ist die seit 2012 bestehende Zusammenarbeit mit Signa-Terre von grosser Bedeutung. Ihre Expertise und ihr ganzheitlicher Ansatz ermöglichen es uns, die Energieperformance in jeder Projektphase mitzudenken.
Ihre etappenweise Renovationsstrategie wird oft als Beispiel genannt. Wie haben die Instrumente von Signa-Terre zu dieser langfristigen Strategie beigetragen?
C. B. : Wir nutzen die Plattform von Signa-Terre als zentrales Steuerungsinstrument für unseren Immobilienbestand. Sie unterstützt uns bei der Planung künftiger Investitionen und bei der Priorisierung unserer Massnahmen.
Konkret überwacht jede Verwaltung ihren Teilbestand und identifiziert Sanierungsbedarf. Diese Daten fliessen in die Plattform ein, die uns einen klaren Überblick über den Zustand der Gebäude und den Zeitplan der Arbeiten verschafft – und uns unangenehme „Last-Minute-Überraschungen“ erspart.
Diese kontinuierliche Planung ermöglicht es uns, Investitionen frühzeitig zu antizipieren und unerwartete Ausgaben zu vermeiden. Angesichts eines Bestands, der mehrheitlich aus den 1960er- und 1970er-Jahren stammt, hat sich dieser Ansatz als besonders sinnvoll erwiesen.
Die Stiftung arbeitet bevorzugt mit lokalen Akteuren zusammen. Wie verbinden Sie diesen Ansatz mit dem technologischen Beitrag von Signa-Terre?
C. B. : Es ist eine Frage des Gleichgewichts. Wann immer möglich arbeiten wir mit Genfer Unternehmen zusammen. Das ist Teil unserer sozialen und lokalen Verantwortung.
Diese Haltung lässt sich sehr gut mit leistungsfähigen technologischen Instrumenten kombinieren. Signa-Terre kennt den Genfer Markt ausgezeichnet und schlägt die Brücke zwischen präziser Datenerhebung und der Realität vor Ort.
In mehreren Projekten – etwa mit dem Konzept One Living von Batineg – hat diese Verbindung von lokaler Expertise und technologischer Innovation zu optimierten Resultaten geführt und gleichzeitig regionale Kompetenzen gestärkt.
Die Ergebnisse sprechen für sich: –52 % CO₂-Emissionen in 12 Jahren. Welche konkreten Auswirkungen beobachten Sie heute?
C. B. : Diese Zahl hat uns selbst positiv überrascht! Sie ist jedoch das Resultat vieler Jahre konsequenter Entscheidungen.
Energetische Sanierungen – Dämmung, leistungsfähige Verglasungen, Anschluss an Fernwärme usw. – haben schrittweise eine kumulative Wirkung entfaltet. Hinzu kommen Photovoltaikanlagen, die heute und in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle spielen.
Dank der Monitoring-Tools von Signa-Terre können wir den Energieverbrauch nach den Renovationen genau verfolgen und sicherstellen, dass sich unsere Entscheidungen in konkreten Energieeinsparungen niederschlagen.
Für die Mieterinnen und Mieter bedeutet das tiefere Nebenkosten bei gleichzeitig höherem Komfort. Für uns als Eigentümer entsteht ein positiver Kreislauf: Wir gehen mit gutem Beispiel voran und halten gleichzeitig die Mieten stabil.
Oft nutzen wir energetische Sanierungen – auch wenn sie technisch und wenig sichtbar sind – um gleichzeitig ästhetische Verbesserungen vorzunehmen: Renovation der Gemeinschaftsbereiche, Erneuerung der Briefkästen, Modernisierung der Aufzüge usw.
Bei grösseren Bauprojekten bemühen wir uns, die Mieterschaft aktiv einzubeziehen – durch regelmässige Informationsveranstaltungen, Schreiben, WhatsApp-Gruppen, eine permanente Präsenz einer Bauherrenvertretung vor Ort, Informationstafeln usw.
Wir sind überzeugt, dass grosse Bauvorhaben nicht gegen, sondern mit den Mieterinnen und Mietern umgesetzt werden sollten. Ihre Rückmeldungen liefern oft wertvolle Hinweise zur tatsächlichen Nutzung der Gebäude. Transparente Information und regelmässige Präsenz vor Ort tragen wesentlich zu einem ruhigen Projektverlauf und zur Akzeptanz unvermeidlicher Unannehmlichkeiten bei.
Wenn Sie die Zusammenarbeit mit Signa-Terre in einem Satz zusammenfassen müssten?
C.B. : Eine umfassende Begleitung – von der Analyse bis zur Überprüfung der Resultate.
Signa-Terre unterstützt uns in allen Phasen: punktuelle Studien, Planung, Umsetzung sowie Nachkontrolle, um sicherzustellen, dass die vorgesehenen Massnahmen tatsächlich die erwarteten Energieeinsparungen bringen.
Es ist eine langfristig aufgebaute Vertrauensbeziehung – und letztlich der Schlüssel zu jeder nachhaltigen Transformation.
Interview durchgeführt von Signa-Terre